1987
Wie schon vorher festgestellt gewannen die Vorstandsleute mit Koos de Wit
(KL) an der Spitze wohl kaum mehr Blumentöpfe. Es entstand eine gewisse
Vertrauenskrise. An der GV 1987 zeigte es sich deutlich. Neue Besen mussten her.
Jedoch wurde der Abgang oder Wechsel gar nicht vorbereitet. Der Präsident und
beide Vicepräsidenten sowie alle anderen - ausser zweien - wollten zurücktreten.
Sie riskierten sogar einen Clubkollaps, falls an der GV keine Nachfolger
gefunden würde.
Es begann das Betteln um einen neuen Präsidenten. Dölf Staub zeigte
keine Anstalten, diesen gewachsenen Scherbenhaufen zu übernehmen. Erich Imlig
wollte sich erst nach einer Bedenkzeit zu einer eventuellen Wahl stellen.
Nachdem der bisherige H.P. Schurter sich die Unterstützung seitens Fredy Viola
als Kassier und Raoul Keller als WACA-Rep sichern konnte, kam es zur
Einwilligung. Schliesslich sollte es möglich sein, die gewonnenen
WACA-Erfahrungen als VP Europa auch lokal anzuwenden. Es wurde für Erich Imlig
zu einer Challenge.
Am Stammtisch wurde ein Travel Corner geschaffen, wo Mitglieder Tips zu
Reisen und WACA-Programmen usw. erhielten. Ein grosser Aufschwung an Anmeldungen
für internationale Packages war keine Überraschung.
Im April fand unter der Regie von Fredy Viola ein Indonesienabend mit
rund 150 Interliners statt. Professor A. Leemann, ein ausgesprochener
Balikenner, verstand die Anwesenden in seinen Bann zu ziehen. Schliesslich lebte
er dort. Von drei in Zürich lebenden Balinesinnen wurden Tanzdarbietungen
geboten, und Filme über Indonesien fanden reges Interesse.
Vor diesem Frühjahrsanlass war noch die WACA-Skiwoche unter der
ausgezeichneten Leitung von Dölf Staub und seinem Team ein Grosserfolg mit weit
über 100 Teilnehmern. Sogar die hübsche Leticia aus Mexiko, die noch nie Ski
fahren konnte, wagte sich auf Schnee mit Skis oder dann bei brenzligen
Abfahrtsteilstücken ohne Bretter! Das Hotel Sunstar Park mit ausgezeichneter Küche
und vielen Annehmlichkeiten wurde sehr zum Gusto aller. Irma half an der
Schneebar den Durst der Vancouver-Leute und natürlich auch denjenigen anderer
Teilnehmer zu stillen.
Eine Tombola sowie ein Fondueplausch im Matastübli mit der Ländlerkapelle
Parsenn hellten das Ganze schon von Anfang an auf. Die Israelis schütteten den
ganzen Brotkorb ins Caquelon, damit es schneller ging!
Sigi aus Frankfurt schaute dann einem Musikanten tief in die Augen und
dieser in ihren Ausschnitt, sodass das Weiterspielen etwas problematisch wurde.
Eine Abfahrt vom Weissfluhjoch nach Küblis ergab etwas wackelige Knie. Zur Kostüme
Party in der Disco standen 140 Liter Freibier da, und alles wurde getrunken...
Beim Skirennen rettete Madeleine Peter mit ihrem 2. Rang die Ehre des
Gastgeberclubs. Am Funrace mit Schlittlen, Geschicklichkeitsspielen und Schätzfragen
schloss dann der IACZ besser ab. Mr. und Mrs. Snowmonkey wurden erkoren:
Brenda/HAM sowie Roland/YVR. Der Pechvogelpreis ging ebenfalls an Brenda. Dölf
verdiente sich mit einer Superleistung Anerkennung und Dank von allen. Das
Gleiche galt fürs ganze OK.
Im Juni stieg auf Initiative von H.P. Schurter das „Skyline Ralley“,
eine grosse Herausforderung. Es galt an einem Samstag möglichst viele Flughäfen
anzufliegen, ohne ein zweites Mal denselben Airport zu benützen. Seine Route führte
nach MUC/VIE/AMS/LON/NCE/GVA, dann zurück nach Zürich. SR 609 Genf - Zürich
war Treffpunkt für alle, und die Crew knauserte gar nicht mit Champagner, um
unsere „Errungenschaften“ zu würdigen!
Valerio Silvani wurde Gewinner. Edith Keller und Erich Imlig waren
ebenfalls etwa bei 8 Airports angelangt. Man musste auch möglichst viele
„Belege“ von den entsprechenden Zwischenstopps mitbringen. Es war
anstrengend aber lustig, und Passagiere, die davon erfuhren, taxierten uns als
"a bit crazy"...
Nach der Grillparty im Juli folgte im August ein Velo-Weekend in Holland
mit Besuch der Fokker-Werke. Die ersten F-100 der SR waren auf Montage. Die
Trips mit Hollands „Stahlross“ bleiben bei allen in Erinnerung.
Im Oktober fand mit EL AL und Israel Tourist Board ein Superabend mit
Gerichten aus dem Nahen Osten und Wein aus dem Heiligen Land statt Dazu gab es
tolle Preise sowie Flüge zu gewinnen.
Im November wurde gekegelt, bis dann im Dezember der traditionelle
Aviatik-Ball zur Teilnahme lockte. Als Vorspann waren die „Foreigners“ auf
einem Rigi-Folklore-Trip mit Schlitteln und Alphornblasen. Die 3 Brüder Imlig
gaben als Könner Anweisungen, und wer gute Töne herausbrachte, wurde belohnt.
Auch Luzern war „great“. Beim Ball selbst waren die vom TV bekannten
Herianos mit Radfahrerkünsten Spitze. Auch die Trachtenfamilie aus dem
Appenzellerland glänzte mit Darbietungen.
Als internationaler Höhepunkt war einige Wochen zuvor an der WACA AGA in
Singapur unter Applaus die begehrte Auszeichnung „Regional Club of the Year /
European Region“ zum ersten Mal an den IACZ vergeben worden, Dass aber dann am
Aviatik-Ball noch die Auszeichnung "Best International Sports Tournament"
dazukam, war natürlich das Verdienst des Skiwochen-OK's.